Gemeinde Lehrte reist nach Nürnberg

Am ersten Maiwochenende begaben sich knapp 60 Glaubensgeschwister aus der Gemeinde Lehrte auf die Reise zu einem Besuch der "Schuhkarton"-Partner-Gemeinde Nürnberg-Mitte.

Vorgeschichte und Vorbereitungen

Jemand hatte eine Idee! Zum Internationalen Kirchentag (IKT) 2014 in München könnte sich jede Gemeinde mal vorstellen, und zwar in der Form, dass die ganze Gemeinde in einem Schuhkarton Platz finden sollte.

Auf Wunsch unseres Vorstehers, des Evangelisten Matthias Reese, stellte Svenja Ramuschkat einen hübschen Karton zusammen und nahm diesen mit nach München. Dabei sollte sie natürlich auch wieder einen ansprechenden Karton mitbringen. Ihr Auge fiel auf den der Gemeinde Nürnberg-Mitte. Wir bekamen einige kleine Schätze geschenkt: eine Grußrolle, viele Nürnberger Geschwister hatten ihre Gedanken aufgeschrieben, die Nürnberger Spezialität: Rostbratwurt im Kleinformat usw. (Die Grußrolle hängt für jeden lesbar unter den Spiegeln in unserer Garderobe.)

Nach Telefonaten zwischen den Vorstehern entwickelte sich der Gedanke: Wir werden die Gemeinde Nürnberg besuchen. Wir freuten uns auf die Begegnung mit den dortigen Geschwistern, auf die Gemeinschaft untereinander und auf die Stadt Nürnberg.

Auf die Fragen: Wie reisen wir an? und Wo werden wir schlafen? wurden unter der Leitung von Daniela Lütge gute Lösungen gefunden. Einige Geschwister fuhren mit der Bahn, andere fuhren mit ihren PKWs und nahmen auch noch einige Geschwister mit. So machten sich knapp 60 Gemeindemitglieder auf die (Pilger)-Reise. Ein Teil der Reisegruppe fand Unterkunft in der kürzlich renovierten, hoch auf dem Berg gelegen Jugendherberge; andere mieteten sich im Hotel ein, zwei nutzten ihren Urlaub und blieben ein paar Tage länger.

Freitag, 1. Mai 2015

Die neuapostolische Kirche Nürnberg-Mitte, das Hotel und die Jugendherberge liegen innerhalb der Mauern der Nürnberger Altstadt. Am Freitagnachmittag konnte uns deshalb der Vorsteher der Gemeinde Nürnberg-Mitte, Hirte Harald Rösler, zu Fuß von der Jugendherberge abholen. Nach einem Rundgang um die Burg wurden die Geschwister aus dem Hotel in die Gruppe aufgenommen, gemeinsam ging es dann weiter zu unserer Kirche. Wir wurden dort großartig empfangen, jeder einzelne wurde von den dortigen Geschwistern persönlich begrüßt und willkommen geheißen.

Anschließend wurde die Gemeinde vom Bezirksältesten Dieter Bossert noch einmal herzlich begrüßt. Es folgten Ansprachen des Hirten Rösler, des Evangelisten Mayer und unseres Vorstehers. Daniela und Svenja überreichten dem Hirten Rösler als Gastgeschenk ein Bild, auf dem der Lehrter Wasserturm und unser Kirchengebäude abgebildet sind, sowie einen Präsentkorb. Als weiteren Gruß aus Lehrte trugen wir unser „Nürnberg-Lied“ vor. Nach der Melodie des Volkslieds „Im Märzen der Bauer“ hatte Silke Böttcher einen auf das große Ereignis passenden Text verfasst. Die Einladung zu zünftiger Nürnberger Rostbratwurst mit Kraut und Weckla und Getränken nahmen wir gern an. Bei gemeinsamer Mahlzeit entwickelten sich viele schöne und herzliche Gespräche. Der Abend ging viel zu schnell vorbei.

In der Jugendherberge konnten wir am späten Abend noch über das Erlebte sprechen und Gemeinschaft pflegen.

Samstag, 2. Mai 2015

Am Samstag waren wir eingeladen zu fünf verschiedenen Führungen durch die Stadt Nürnberg: Das mittelalterliche Nürnberg, Nürnberg und seine Fotomotive, Nürnbergs Felsengänge und Altstadtbrauerei, Nürnberg im Dritten Reich und Kunst, Kirchen und Kultur in Nürnberg. Unter der fachkundigen Leitung der dortigen Geschwister konnten wir ein Stück der Nürnberger Geschichte kennenlernen.

Der Samstagabend wurde individuell gestaltet. An diesem Wochenende fand in Nürnberg die „Blaue Nacht“ statt, dabei waren die öffentlichen Plätze und Gebäude in blaues Licht getaucht. Viele Darbietungen in Kunst, Kultur und Musik fanden in Kirchen, Museen und auf Plätzen statt. Der Burgberg wurde mit Bildern diverser Künstler illuminiert. Zigtausende Menschen nahmen an diesem Ereignis teil. Auch wenn es an einigen Plätzen wegen der Menschenmassen etwas eng war, lag eine großartige und friedliche Atmosphäre über der Stadt.

Sonntag, 3. Mai 2015

Am Sonntag feierten wir mit der Gemeinde Nürnberg-Mitte gemeinsam Gottesdienst. Die Gemeinde Nürnberg-Mitte verfügt über ein schönes Orchester, welches einige Stücke zu Gehör brachte. Unser Gemeindechor durfte den Mitteraner-Chor verstärken, so wurde gemeinsam zur Ehre Gottes gesungen.

Eine Schwester hatte Herzen aus Gips geformt und jedes einzelne liebevoll in einem Säckchen verpackt. Hirte Rösler konnte jeder Lehrterin und jedem Lehrter (s)ein Herz mitgeben. Nach einem köstlichen Imbiss, den die dortigen Geschwister zubereitet hatten, ging es auf den Heimweg. Allerdings nicht bevor das „Nürnberg-Lied“ noch einmal vorgetragen war.

Dank

Große Dankbarkeit über drei wunderbare Tage steht im Herzen. Bei einer Aufzählung würden wahrscheinlich einige der liebevollen Taten übersehen werden, trotzdem soll Dank aufgeschrieben sein für den, der die Idee mit dem Schuhkarton hatte, für die, die sich in der Vorbereitung so viele Gedanken gemacht und diese auch umgesetzt haben, für die, die in Nürnberg so viel für uns getan und keine Mühe gescheut haben und für den himmlischen Vater, der alles mit seinem Auge begleitet hat. Nun hoffen wir auf ein Wiedersehen.

J.W.